Nassauische Heimstätte investiert am Freiheitsplatz 2,6 Millionen Euro

hanau freiheitsplatz-nhHanau. Wenn das neue Einkaufszentrum „Forum Hanau“ am Freiheitsplatz in den nächsten Monaten fertig gestellt wird und seine Pforten öffnet, steht ihm dann Vis a Vis ein markantes Gebäude mit frisch herausgeputzter Fassade gegenüber. Die Nassauische Heimstätte investiert zurzeit rund 2,6 Millionen Euro in die Modernisierung ihrer Liegenschaft am Freiheitsplatz zwischen Fahrstraße und Hammerstraße. Auf 130 Metern erstreckt sich das sogenannte Kammhaus in dieser exponierten Innenstadtlage. 56 Wohnungen und 10 Ladengeschäfte finden hier Platz. „Wir nehmen in diesem Jahr die Nordfassade des Kammhauses in Angriff“, erklärt Dr. Constantin Westphal,

Geschäftsführer der Nassauischen Heimstätte. „Die Schaufenster der Ladengeschäfte werden erneuert und wir dämmen die Fassade des Gebäudes am Freiheitsplatz und in der Fahrstraße, um die Heizkosten der Mieter zu senken. Mit der neuen Fassade braucht sich das Kammhaus am neu gestalteten Freiheitsplatz nicht zu verstecken und wir freuen uns über die Aufwertung, die der Standort durch das neue Einkaufszentrum und die vielfältigen Aktivitäten rund um diesen zentralen Platz erfährt.“

pk-nh-300Dr. Constantin Westphal, Geschäftsführer der Nassauischen Heimstätte und OB Kaminsky - Identitätsstiftendes Gebäude
Über die positiven Wechselwirkungen von fortschreitender Innenstadtentwicklung und aufwendiger Fassadensanierung in dieser prominenten Lage freut sich auch Hanaus Oberbürgermeister Claus Kaminsky. „Genau solche Impulse, die weit über das neue Einkaufs- und Kulturzentrum hinaus wirken, hatten wir im Fokus, als wir mit dem Stadtumbau begonnen hatten.“ Die Richtigkeit dieser Überlegungen zeigt sich nach seinen Worten gerade auch rund um den Freiheitsplatz, wo sich nach seinen Worten inzwischen zahlreiche Immobilienbesitzer von der Aufbruchstimmung haben anstecken lassen. „Stein’s Tivoli, die Sanierung des Finanzamtes oder auch die Neuansiedlung von attraktivem Einzelhandel sind überzeugende Beweise für den Erfolg unseres Stadtentwicklungsprozesses“, erinnert Hanaus OB daran, dass erst im Fahrwasser des Wettbewerblichen Dialogs der langjährige Dornröschenschlaf des Freiheitsplatzes als Herzstück der Innenstadt sein Ende fand. „Mit der Sanierung des Kammhauses trägt die Nassauische Heimstätte dazu bei, dass ein dank seiner markanten Gestaltung identitätsstiftendes Gebäude in neuem Glanz erstrahlt.“

Denkmalschutz redet mit
Neben den sichtbaren Veränderungen an der Straßenfront erneuert das Unternehmen unter anderem auch die Treppenhausfassaden und die Abwasserleitungen mit ihren Anschlüssen an das Kanalnetz. Das Kammhaus hat bereits einige Veränderungen in den letzten Jahren mitgemacht. Als 2005 Setzrisse im Gebäude festgestellt wurden, hatte die Nassauische Heimstätte umfangreiche Bodenuntersuchungen und in der Folge stabilisierende Arbeiten an den Fundamenten des Gebäudes vorgenommen. Dabei wurden bereits Sanierungsarbeiten am städtischen Kanalnetz und den eigenen Abwasserleitungen unter der Liegenschaft erledigt. 2012 nahm das Unternehmen über 400.000 Euro in die Hand, um sämtliche Balkone zu sanieren und statisch mit zusätzlichen Stützfundamenten abzusichern. In Folge dieser Maßnahmen werden nun in diesem Jahr die Zugänge und die Fenster der Eckbalkone neu geordnet. Im letzten Jahr schließlich wurde die Wärmeversorgung aller Wohnungen und Geschäfte von Öl auf Fernwärme umgestellt sowie eine zentrale Warmwasserversorgung gebaut, um sämtliche Gasgeräte und Gasinstallationen demontieren zu können.

„Bei allen Eingriffen in das äußere Erscheinungsbild des Kammhauses müssen wir uns eng mit der Denkmalschutzbehörde abstimmen“, erläutert Westphal. Das 1957 errichtete Gebäude steht aufgrund seiner einzigartigen Silhouette unter Denkmalschutz. Auch bei den gerade begonnen Modernisierungsmaßnahmen seien einige Auflagen zu beachten. Das betreffe unter anderem die Farbgestaltung und Proportionierung der Fassade, die Planung für die zu ersetzenden Fenster, Schaufenster sowie Treppenhausfassaden oder den Erhalt besonders markanter Fassadenelemente wie der Riemchenverkleidung und dem Feinmosaik im Bereich der Pfeilerkonstruktion des Laubenganges.

Kontinuierliche Investitionen in die Hanauer Bestände
Rund 1.750 Wohnungen bewirtschaftet die Nassauische Heimstätte in Hanau, „für uns ein wichtiger Standort, in den wir kontinuierlich investiert haben und auch in Zukunft investieren werden“, bekennt Westphal. Es habe seit Anfang 2000 eigentlich kein Jahr gegeben, in dem Hanauer Bestände nicht Bestandteil des Instandhaltungs- und Modernisierungsprogramms des Unternehmens gewesen seien. Schwerpunkte lägen bei den Wohnungsbeständen beispielsweise in der Karl-Marx-Straße, der Akademiestraße, der Karlsbaderstraße oder in der Grimmelshausenstraße, die ja auch in diesem Jahr mit einer Fassadendämmung an zwei Gebäuden wieder dabei sei. „In den vergangenen 10 Jahren haben wir sicherlich mehr als zehn Millionen Euro in Hanau investiert und für die kommenden drei Jahre haben wir bereits weitere Bestände fest in der Modernisierungsplanung“, so Westphal. So werde man in Teilbeständen der Weststadt Fassaden und Balkone erneuern. Teile der Wohnungsbestände in Steinheim seien für eine Vollmodernisierung, also inklusive Bäder und Küchen in den Wohnungen, vorgesehen. (nh)

© 2018 Verlag Günter Gottlieb - Alle Rechte vorbehalten