Neugestaltung des Marktplatzes weitgehend abgeschlossen

Hanau. Wenn das Café Central jetzt sein zehnjähriges Bestehen feiert, dann setzt es gewissermaßen den zeitlichen Rahmen für die Modernisierung des Hanauer Marktplatzes. „2005 haben wir den ersten Markstein gesetzt, um mit einem qualitativ ansprechenden gastronomischen Angebot zur Belebung vor dem Rathaus beizutragen“, ruft Oberbürgermeister Claus Kaminsky in Erinnerung. Und jetzt, zehn Jahre später, sei die städtebauliche Umgestaltung weitgehend abgeschlossen und habe dem Marktplatz ein „attraktives neues Gesicht“ gegeben.

Mit Central-Betreiber Stefan Gebauer sei die beabsichtigte Aufwertung des Marktplatzes im ersten Schritt seit 2005 „hervorragend gelungen“, was nicht zuletzt dazu beigetragen habe ihm vor einem Jahr auch die Leitung des Restaurants „Klara“ im neuen gegenüberliegenden Gebäude zu überantworten. Heute habe der Marktplatz mit dem „architektonischen Gegenüber der sich gleichsam spiegelnden“ Glas- und Metallbauten des „Klara“ im Osten und des diesem angepassten „Central“ im Westen „viel an Flair gewonnen“.
Sich vom ersten Stock beider Häuser aus insbesondere den Wochenmarkt und sein Treiben zu betrachten, das sei „ein Genuss für die Sinne und so nur in Hanau möglich“. Dieser einzigartige Blick gelte sowohl von der vergrößerten Terrasse des „Central“ aus wie auch durch die Glasfassade vom „Klara“ aus. Aus vielen Gesprächen wisse er, dass die Menschen in Hanau das als Gewinn ansähen.   
Schon bevor das neue Gebäude-Pendant auf dem Marktplatz fertiggestellt wurde, habe der städtische Eigenbetrieb Hanau Infrastruktur Service (HIS) 2013 „unter dem Pflaster Maßstäbe gesetzt“, so Kaminsky weiter. Damit meint er die Tiefgarage, die sich nach dem Umbau als „helles, sicheres, kundenfreundliches  Parkhaus wachsender Beliebtheit erfreut“. Für die Sanierung und Umgestaltung der Tiefgarage allein gab HIS 4,9 Millionen Euro aus.
In den „Klara“-Neubau und die aufwendige, jetzt abgeschlossene  Umgestaltung des „Central“-Gebäudes investierte HIS insgesamt rund fünf Millionen Euro. Nach Ansicht von OB Kaminsky hat die Stadt damit „eine Menge Geld in ihren zentralen Platz investiert“ und im Rahmen des Stadtumbaus dort „einen gewichtigen Schwerpunkt gesetzt“. Hier sei eine „außergewöhnliche Atmosphäre“ entstanden, die sich auch nachts zeige in der Kombination aus der Beleuchtung des Platzes mit den Glasfassaden, Pfeilern und goldeloxierten Metall-Lochblechfassaden des Klara- und Central-Baus. Das gelte künftig umso mehr, wenn alle alten Leuchten auf dem Platz ausgetauscht seien; bisher ist das nur auf der Ost- und Südseite geschehen.
Die Lochblechfassaden zeigen historische Hanauer Marktplatz-Szenen. Dazu erläutert der OB: „Hier liegt uns viel daran Stadtidentität zu stiften, die Geschichte des Vorkriegs-Hanaus mit der Moderne zu verknüpfen.“
In die Ostseite des Klara-Gebäudes ist die Haltestelle „Marktplatz“ der Hanauer Straßenbahn (HSB) integriert. Wie auch auf der gegenüberliegenden Kaufhof-Seite ist der Bushalt dank hellem Pflaster, neuen Sitzmöbeln und  elektronischen Anzeigetafeln  mit den Abfahrtszeiten kundenfreundlicher geworden. Das gilt auch für die Haltestelle um die Ecke an der Sparkasse, wo zusätzlich ein Unterstand für Busnutzende hinzugekommen ist.
Die Haltestelle Marktplatz ist mit werktäglich rund 8000 Ein- und Ausstiegen für die HSB diejenige, die nach dem Busbahnhof Freiheitsplatz am stärksten genutzt wird. „Daher war es folgerichtig, den Marktplatz auch nach dem Stadtumbau weiter mit dem Bus anzubinden und den Fahrgästen an der Haltestelle mehr Komfort zu bieten“, sagt Baustadtrat Andreas Kowol. Er hebt in diesem Zusammenhang hervor, dass der Eigenbetrieb HIS in den Straßen- und Gehwegbau auf der Ost- und Südseite des Marktplatzes rund 1,2 Millionen Euro investiert hat.    
Die gesamten Investitionen am Marktplatz von rund elf  Millionen Euro seien „nicht nur städtebaulich gut angelegtes Geld“, so die Bilanz von Stadtrat Andreas Kowol. Vielmehr würden über die Vermietung und Verpachtung der Nutzflächen fast alle Finanzierungskosten gedeckt. „Das zeigt, dass eine attraktive Innenstadt  auch zu einem wirtschaftlichen Erfolg führt“, so Kowol abschließend. (pshu)

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