Beschäftigte der Baugesellschaft Hanau leisten ihren Beitrag zum Schuldenabbau

Hanau. Die Baugesellschaft Hanau und die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft ver.di haben neue Haustarifverträge für die rund 50 Beschäftigten abgeschlossen. Die Regelung gilt bis Ende 2015 und betrifft sowohl die langjährig Beschäftigen als auch die seit 2013 eingestellten. Das Gesamtpaket bewertet der Aufsichtsratsvorsitzende der Baugesellschaft Hanau, Oberbürgermeister Claus Kaminsky, positiv: „Das Ergebnis hilft dem städtischen Unternehmen Kosten einzusparen. Hier hat ver.di großes Verantwortungsbewusstsein gezeigt“. Ver.di-Verhandlungsführerin Beatrix Müller sieht im Tarifabschluss dagegen einen „schmerzhaften Kompromiss“, der jedoch die vorher diskutierte spürbare Reduzierung des monatlichen Grundgehalts und Verschlechterungen bei Urlaub und Arbeitszeit abmildern konnte. Sie betont, dass sich darin widerspiegelt, wie wichtig es den Hanauer Beschäftigten war, mit ihrem Gehaltsverzicht einen Konsolidierungsbeitrag im Rahmen des Kommunalen Rettungsschirms zu leisten.

In der neuen Regelung wurde die Höhe des Entgelts der vor 2013 angestellten Beschäftigten nicht angegriffen, allerdings müssen sie zwei Nullrunden in den Jahren 2013 und 2014 hinnehmen. Im Jahr 2015 bekommen sie 2,5 Prozent mehr Geld. Zudem wurde die sogenannte Leistungsprämie deutlich gekürzt und vom kommenden Jahr an in eine fixe Gratifikation umgewandelt.
Die Vergütung der Beschäftigten, die von 2013 an eingestellt werden, orientiert sich näher am Flächentarif, dessen Niveau unter dem der Haustarifverträge im Rhein-Main-Gebiet liegt. Sie erhalten im Gegenzug bereits 2014 zweieinhalb Prozent mehr Lohn und Gehalt. Auch ihnen steht die Gratifikation zu.
Das neu vereinbarte Gehaltsgitter sieht darüber hinaus für die von 2013 an neu eingestellten Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer im städtischen Wohnungsbau-Unternehmen veränderte Kriterien für die Eingruppierung vor. „Wir arbeiten leistungsorientierter als bisher“, so Baugesellschaft-Geschäftsführer Jens Gottwald, der den Tarifabschluss insgesamt als „Schritt in die richtige Richtung“ bewertet. Der Gewerkschaft ver.di sei „für das gezeigte Entgegenkommen ausdrücklich zu danken“. Auch für die Bereitschaft der Beschäftigten, die trotz Arbeitsverdichtung und zusätzlichen Belastungen aus SAP-Einführung und anderen Neuerungen diese Einschnitte akzeptieren, bedankte sich der Geschäftsführer ausdrücklich.
Für die Zeit nach 2015 hofft ver.di, dass dann  wieder eine Beteiligung der Beschäftigten am Produktivitätszuwachs bzw. ein Ausgleich für die Entwicklung bei den Lebenshaltungskosten möglich sein wird. (Bauhu)

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