Bundesfinanzhof weitet Steuerbonus für Handwerkerleistungen aus

Wiesbaden. Der Hessische Handwerkstag (HHT) hat das jüngste Urteil des Bundesfinanzhofs, den Steuerbonus für Handwerksleistungen auszuweiten, begrüßt. Die Entscheidung des höchsten deutschen Finanzgerichts, wonach künftig auch Aufwendungen für Erweiterungs- oder Umbauten am Gebäude steuerlich geltend gemacht werden können, sei ein wichtiges Signal. „Damit gewinnt der Steuerbonus zusätzlich an Attraktivität, legale Arbeit wird gestärkt und Schwarzarbeit bzw. unberechtigte Handwerksausübung zurückgedrängt“, sagte HHT-Geschäftsführer Harald Brandes.

Laut Brandes war lange Zeit umstritten, ob der Steuerbonus auch Maßnahmen umfasst, die steuerlich nicht zu Erhaltungsaufwand, sondern zu sog. Herstellungskosten führen. Dies ist etwa bei umfassenden Sanierungen der Fall, beispielsweise wenn ein Dachgeschoss ausgebaut oder ein Wintergarten errichtet wird. Nach Ansicht des Bundesfinanzhofs kommt es auf diese Unterscheidung nun nicht mehr an. „Diese steuertechnisch auf den ersten Blick vielleicht kleine Klarstellung, hat erhebliche positive Auswirkungen für das Geltendmachen des Steuerbonus“, so Brandes.

An den bisherigen Fördervoraussetzungen ändere sich ansonsten nichts. Insbesondere muss der Steuerpflichtige nach wie vor eine Rechnung des Handwerkers mit jeweils ausgewiesener Mehrwertsteuer sowie Arbeitskosten der Aufwendungen im privaten Haushalt sowie die Zahlung auf das Konto des Handwerksbetriebs auf Nachfrage des Finanzamts einreichen.

Anhebung des Steuerbonus auf 25 Prozent
Laut Brandes hat sich der Steuerbonus für Handwerksleistungen als ein wirksames Instrument im Kampf gegen Schwarzarbeit und unberechtigte Handwerksausübung bewährt. „Jetzt ist es an der Zeit, dass dieser Bonus von 20 Prozent auf 25 Prozent der Arbeitskosten von maximal 6.000 Euro angehoben wird, um wieder einen deutlichen Abstand zum Umsatzsteuersatz von 19 Prozent zu erreichen. Wir setzen hier nach der Bundes- und Landtagswahl auf entsprechende Initiativen über alle Parteigrenzen hinweg“, so der HHT-Geschäftsführer. (HHT)

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