Nidderaus Fachkräftemangel bekämpfen

Wirtschaft. Nidderauer Unternehmer beobachten immer öfter einen Mangel an Fachkräften. Dies ergab eine Diskussion mit Nidderauer Unternehmerinnen und Unternehmern sowie mit Bürgermeister Gerhard Schultheiß und Mitarbeitern der Stadtverwaltung am Dienstagabend, 29. September, im Rathaus.

Anlass war die Präsentation einer im 2. Quartal 2015 durchgeführte Kommunalumfrage der Industrie und Handelskammer (IHK) Hanau-Gelnhausen-Schlüchtern durch den IHK-Hauptgeschäftsführer Dr. Gunther Quidde. Befragt wurden 224 Unternehmen, geantwortet haben nur 18, sodass die Ergebnisse lediglich als Trend zu verstehen sind, wie Quidde betonte. Verglichen wird Nidderau mit dem Durchschnitt aller sieben befragten Kommunen. Diese sind neben Nidderau Bruchköbel, Gelnhausen, Hanau, Langenselbold, Maintal und Schlüchtern. Die Unternehmer konnten Angaben dazu machen, wie sie ihren Unternehmensstandort bewerten. Abgefragt wurden 41 Standortfaktoren aus den Bereichen Infrastruktur, Verwaltung, Wirtschaftsförderung, Arbeitsmarkt und Flächenangebot.
Gelobt wird die Lebensqualität, beklagt die mangelnde Attraktivität der Innenstadt. Dabei ist der Bau des Nidderauer Innenstadtprojekts „Neue Mitte“ voll im Gange und wird in naher Zukunft das Bild der Stadt stark verändern. „Aktivitäten, wie der Bau der ‚Neuen Mitte‘ sind ganz entscheidend, wenn es darum geht, Fachkräfte anzuwerben. Wirkt eine Stadt attraktiv, ziehen auch junge Leute zu, die ansonsten eher in die Großstädte abwandern. Und genau diese Fachkräfte braucht die Wirtschaft“, kommentierte Quidde das anfangs nicht unumstrittene Bauvorhaben.
Quidde stellte gemeinsam mit Nidderaus Bürgermeister Schultheiß interessierten Unternehmensvertretern die Ergebnisse der Umfrage vor. Diese zeigte die hohe Zufriedenheit der Wirtschaft mit der generellen Erreichbarkeit der Stadtverwaltung genauso wie Ansatzpunkte zur Verbesserung. „Wir schauen immer wo wir besser werden können.“, hob Bürgermeister Schultheiß hervor, „künftig wollen wir unserer Wirtschaftsförderung noch stärker als bisher ein Gesicht geben.“
Interessierte erhalten die Ergebnisse der Studie von der IHK durch Petra Schilling: p.schilling@hanau.ihk.de

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