Schwarz-Grüne Landesregierung lehnt Wasserstoff-Anwendungszentrum in Hanau ab

Hanau. Nach seinen Gesprächen sowohl in Hanau mit Vertretern der Firmen Umicore, Evonik und SolviCore sowie der Strom-Zu-Gas-Anlage der Mainova in Frankfurt am Main hatte der heimische FDP-Landtagsabgeordnete und ehemalige hessische Justizminister Dr. h.c. Jörg-Uwe Hahn in einer Kleinen Anfrage die hessische Landesregierung zu einer konkreten Aussage hinsichtlich der weiteren Unterstützung gebeten.

Hintergrund war auch der Besuch des hessischen Grünen Wirtschafts- und Energieministers Tarek Al-Wazir im Februar in Hanau, wo er keine dezidierte Stellungnahme zum Thema „Wasserstoff-Anwendungszentrum in Hanau“ gegeben hat. Hahn erinnerte daran, dass insbesondere der Geschäftsführer von SolviCore, Herr Dr. Holger Dziallas nicht nur in dem Gespräch mit Al-Wazir, sondern auch in dem Gespräch mit den Vertretern der FDP eindeutig sich dafür ausgesprochen hatte, dass die bereits von den Unternehmen durchgeführte enge Zusammenarbeit durch ein Wasserstoff-Anwendungszentrum in Hanau abgerundet würde.

Jörg-Uwe Hahn hatte in seiner Kleinen Anfrage auf die gute Zusammenarbeit der Unternehmen im Bereich von Wasserstoff- und Brennstoffzellen hingewiesen. Dieses wurde vom Staatssekretär Samson aus dem hessischen Wirtschafts- und Energieministerium auch als eine „Schnittstellen-Technologie“ mit dem Potential, bereits in naher Zukunft die wesentlichen Energie-Verbrauchssektoren - Strom, Wärme und Mobilität miteinander zu verbinden, bezeichnet. Vor diesem Hintergrund stelle die Weiterentwicklung der Wasserstoff-Brennstoffzellen-Technologie einen zukunftsweisenden Baustein für die Energiewende dar.

„Leider hat die Schwarz-Grüne Landesregierung aber Abstand von den Plänen der ehemaligen hessischen Wirtschaftsminister Dieter Posch und Florian Rentsch (beide FDP) genommen, ein Wasserstoff-Anwendungszentrum in Hanau zu errichten,“ so die gemeinsame Auffassung der Liberalen Jörg-Uwe Hahn und Dr. Ralf-Rainer Piesold. Begründet die strikte Absage mit der Behauptung, dass z. B. durch das VDE-Prüfzentrum in Offenbach eine vollkommene Strukturveränderung durchgeführt wurde, da große Teile der ursprünglichen Anforderungsaufgaben für ein Wasserstoff-Anwendungszentrum in Hanau nunmehr in Offenbach durchgeführt würden.

Auch machte der Grüne Staatssekretär deutlich, dass für ein mögliches Wasserstoff-Anwendungszentrum Kosten in Höhe von mehreren Millionen Euro zu veranschlagen seien, die im Wesentlichen aus Landesmitteln zu bestreiten wären. „Dies ist auf Grund der Finanz- und Haushaltspolitik des Landes sowie der daraus folgenden Priorisierung bei der energietechnologischen Förderstrategie des HMWEVL nicht zu vertreten,“ so das eindeutige Zitat aus Wiesbaden. „Aus diesen Gründen wird der Aufbau eines Wasserstoff-Anwendungszentrums derzeit nicht weiter verfolgt,“ ist sodann die für die Liberalen niederschmetternde Conclusio.

„Ganz offensichtlich wird, dass die Schwarz-Grüne Landesregierung eine Veränderung in der energiepolitischen Forschung durchführt. Man könnte sogar zu der Auffassung gelangen, dass diese Technologie aus Grüner Sicht nicht „unterstützungswürdig“ sei, da sie möglicherweise einer vollständig dezentralen Energiegewinnung entgegenstehen könnte,“ so Jörg-Uwe Hahn weiter.

Als Hanauer könne man diese Entscheidung der Landesregierung, stellte der FDP-Ortsvorsitzende und Spitzenkandidat Ralf-Rainer Piesold fest, überhaupt nicht nachvollziehen. Als die FDP mit der CDU in der Regierungsverantwortung war, wurde gerade auch auf Druck von Dr. Jörg-Uwe Hahn das Zentrum der Fraunhofer Gesellschaft eröffnet, seit dem die Grünen dabei sind, findet Hanau nicht mehr auf der Unterstützungslandkarte statt. (Dr. h. c. Jörg-Uwe Hahn MdL, FDP)

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