Spieler der TG Hanau bei Inlinehockey-Weltmeisterschaft erfolgreich

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Deutsche Junioren belegen Rang 8
Hanau. Vom 2. bis 10. Juli 2011 fand im italienischen Roccaraso die Inlinehockey-Weltmeisterschaft in der Altersklasse U19 statt. Hierbei errang die deutsche U19-Nationalmannschaft den 8. Platz. Von der Turngemeinde 1837 Hanau a. V. (TGH) waren die Spieler Simon Berghöfer, Felix Middelmann und Patrick Fritsch mit dabei und zeigten sich erneut als Säulen des Nationalteams.

Besonders dramatisch ging es im letzten Spiel der deutschen Mannschaft gegen Australien zu, auch wenn es „nur“ noch um Platz 7 ging. Beide Teams nahmen das Platzierungsspiel aber sehr ernst und gaben zum Abschluss des Turniers nochmals alles. Ein sehr ausgeglichenes Spiel benötigte zwei Verlängerungen, um einen Sieger zu ermitteln. Der hieß Australien. Dem Team vom fünften Kontinent gelang kurz vor Schluss der 2. Verlängerung das glückliche 4:3 Siegtor.

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In einem ähnlich spannenden hatte sich die deutsche Mannschaft um die drei TGH´ler für dieses Platzierungsspiel qualifiziert. Gegen Italien ging es nach überlegen geführtem Spiel ebenfalls in die Verlängerung, in der das Spielentscheidende 5:4 gelang.

In der Vorrunde konnte die Mannschaft um das Trainergespann H.-J. Heitzer und C. Klecker gegen extrem laufstarke Kolumbianer durch eine starke Mannschaftsleistung ein verdientes 4:4 erkämpfen, nachdem man zunächst mit 1:4 zurückgelegen hatte. Dem Unentschieden folgte ein 3:0 Sieg gegen Brasilien, wobei das deutsche Team hier nicht mehr die mannschaftliche Geschlossenheit zeigte wie gegen Kolumbien. Im letzten Vorrundenspiel ging es gegen die USA, einer der Mitfavoriten auf den Weltmeistertitel. Nach einer starken ersten Spielhälfte stand es 3:2 für Amerika (nach einer 1:0-Führung der Deutschen). Mitte der 2. Halbzeit kippte dann das Spiel. Den Amerikanern gelang es aus der Verkettung kleiner, individueller Fehler Kapital zu schlagen, so dass die USA das Spiel mit 6:2 für sich entscheiden konnte.

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In der Zwischenrunde trafen die drei TGH-Spieler und ihre 13 jungen Nationalmannschaftskollegen auf die Equipe aus Frankreich. Den spielstarken Franzosen hatten die Deutschen nicht viel entgegen zu setzen, so dass der 6:0-Sieg in Ordnung ging, in seinem Ergebnis doch aber zu hoch ausgefallen ist. Das gleiche Resümee kann man aus dem erneuten Zusammentreffen der deutschen Mannschaft gegen Kolumbien ziehen, der Sieg in Höhe von 7:1 für Kolumbien war verdient, in der Tordifferenz aber zu hoch.

Junioren-Weltmeister wurde Tschechien, das die Mannschaft aus Amerika im Finale mit unglaublichen 12:1 regelrecht „abschoss“. Auf den weiteren Plätzen folgten Frankreich, Spanien, Kolumbien und die Schweiz.

Das Fazit von National-Trainer Heitzer fiel positiv aus: „Platz 5 bis 8 war ein realistisches Ziel, mit etwas Glück wären wir weiter nach vorne gekommen. Es kommt noch viel Arbeit auf uns zu, aber in den letzten Jahren ist eine deutliche Leistungssteigerung zu erkennen, was sich nicht zuletzt in den immer besseren Platzierungen widerspiegelt.“

Das Fazit der Spieler viel ähnlich aus. Neben dem sportlichen Abschneiden kam bei den jungen Männern aber noch der große Spaß an der Veranstaltung zum Tragen. Die Erfahrung, dass man außerhalb der Spielfläche mit den „Gegnern“ auch gemeinsam ausgelassen feiern und schöne Stunden verbringen kann ist sicher mehr wert, als die puren Ergebnisse. (tgh/Gunnar Simmich, Fotos: Privat)

 

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