TG Hanau vom Schiedsrichter benachteiligt

tgh-badminton-aufstieg-verpasst-470.jpgToni Gerasch und Claudia Ritter dominierten im Mixed und sorgten für Ergebniskosmetik. (Foto: Privat)

Unglückliche Entscheidung sorgt für Ende der Aufstiegsträume
Hanau. Mit einer 6:2-Niederlage für die TG Hanau endete das Spitzenspiel der Regionalliga gegen Fun Ball Dortelweil am Samstag in der Ludwig-Geißler Sporthalle. 150 Zuschauer, darunter Oberbürgermeister Claus Kaminsky und der Präsident des Hessischen Badmintonverbandes, sahen ein phantastisches Regionalligaspiel, das nach Meinung vieler sachkundiger Besucher ein gehobenes Zweitliganiveau hatte.

Im 1. Herrendoppel unterlagen Jochen Cassel und Patrick Krämer gegen Kai Schäfer und den aktuellen Deutschen Meister im Doppel der U19 Fabian Holzer klar in zwei Sätzen. Parallel entschieden Kathrin Hoffmann und Natascha Thome das Damendoppel gegen die Dortelweilerinnen Annika Dörr (Deutsche Meisterin im Doppel U 17) und Nicole Spatz in zwei Sätzen. Dieser Sieg war mit einer Fußverletzung von Kathrin Hoffmann teuer erkauft. Somit stand es 1:1.

Im 2. Herrendoppel unterlagen Felix Hoffmann und Michael Helber unerwartet, wenn auch knapp, in drei Sätzen. Felix Hoffmann, der am Samstag erstmals in dieser Woche fieberfrei war, konnte nur dieses eine Spiel bestreiten, das ihn doch sehr anstrengte.

Im folgenden 1. Herreneinzel trafen Jochen Cassel und der amtierende Deutsche Meister U 19 im Einzel, Kai Schäfer, aufeinander. Den ersten Satz gewann Jochen Cassel klar. Nach verlorenem 2. Satz führte er im 3. Satz 20:19 und machte den Matchpunkt. Dieser wurde vom Schiedsrichter nicht anerkannt, weil dieser den Ball nicht gesehen hatte. In der Fortsetzung der Partie verlor Jochen den Faden und den Satz mit 23:21. Damit stand die Partie 3:1 für Dortelweil statt 2:2.

Kathrin Hoffmann trat, nachdem ihr von Jugend-Bundestrainer Bernd Brückmann ein Stützverband angelegt wurde, gegen die indonesische Topdame der Dortelweiler, Cisita Jansen an und gewann den 1. Satz. Der 2. Satz ging an Jansen. Im 3. Satz konnte Katrin Hoffmann keinen Ausfallschritt mehr machen und verlor diesen folgerichtig. Damit kam dem 2.Herreneinzel schon eine spielentscheidende Bedeutung zu. Toni Gerasch und Peter Lang benötigten drei Sätze mit dem glücklicheren Ausgang für Dortelweil im dritten Satz. Damit war das Spiel entschieden und Dortelweil führte 5:1.

Patrick Krämer verlor das dritte Einzel gegen Fabian Holzer klar in zwei Sätzen. Toni Gerasch spielte sich im Mixed mit Claudia Ritter den Frust von der Seele und die beiden dominierten klar in zwei Sätzen gegen Nils Rotter und Cisita Jansen. Dieser Sieg diente aber nur noch der Ergebniskosmetik zum 2:6.

Das Derby am Sonntag gegen den BV Maintal hatte nach der Vorentscheidung in der Meisterschaft nur noch Pflichtspielcharakter und endete mit einem klaren 6:2 Sieg. Cassel/Krämer und Helber/Hoffmann in den Herrendoppeln, Gerasch/Ritter im Mixed und Cassel, Gerasch und Krämer in den Einzeln mehr oder weniger klar. Lena Riepl, die an diesem Wochenende in Hanau war, sprang für Katrin Hoffmann ein, musste aber sowohl im Einzel als auch im Doppel mit Natascha Thome Niederlagen hinnehmen.

„Wir haben am Samstag eines der besten Regionalligaspiele in Hanau gesehen. Es war klar, dass es eng wird und ein Unentschieden wäre auch in Ordnung gewesen. Der Ausgang im 1. Herreneinzel war spielentscheidend aber auch sehr ärgerlich. Die Dortelweiler, die fast komplett der deutschen Jugendnationalmannschaft angehören, hatten vorige Woche mit den Deutschen Meisterschaften ihren Saisonhöhepunkt und waren demensprechend gut in Form. Dies trifft für uns nicht zu, denn Teile unserer Mannschaft haben derzeit ihren „Saisonhöhepunkt“ an der Uni und dann kamen noch Erkrankungen hinzu. Wir haben die bestmögliche Leistung abgerufen und diese hat an diesem Tag für diesen Gegner nicht gereicht.“ bilanziert Abteilungsleiter Philipp Lieber das Wochenende.
 
„Es war schade, dass wir in diesem wichtigsten Spiel nicht in Bestform antreten konnten. Unter normalen Umständen verlieren wir nicht vier Spiele im 3. Satz. Kompliment an Kathrin, die wirklich auf die Zähne gebissen hat, aber im 3. Satz ging es einfach nicht mehr. Wir haben unter den gegebenen Umständen die bestmögliche Leistung gezeigt und diese hat heute nicht gereicht. Diese Mannschaft hat aber eine tolle Moral. Nachdem der Ärger und der Frust sich etwas gelegt hatte, haben wir kurz entschlossen den Nichtabstieg gefeiert. Dies hatte zur Folge, dass wir am Sonntag etwas schwerer in die Spiele kamen.“ bewertet Mannschaftsführer Toni Gerasch das Wochenende. (TGH/Badminton)

 

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