Ist hier das Geheimnis des grössten deutschen Kunstraubs zu lösen?

starmotors erl kunstraub 840Foto: Gottlieb -

Erlensee - Erlensee, Hainstrasse 58 - hier hat das Unternehmen Starmotors seinen Sitz gehabt. Die Geschäftsräume sind seit einigen Wochen verweist. Der WDR zeigte am Montagabend die Dokumentation »Geheimnis hinter Nebelschwaden« der Autoren Egmont R. Koch und Nina Svensson. Hier ging es um den Verbleibt der beiden Turners und des Gemäldes von Caspar David Friedrich "Nebelschwaden", die 1994 aus der Frankfurter Schirn gestohlen wurden.

In dem Film des WDR wurde ausgesagt, der Inhaber von Starmotors habe im Sommer 2005 Hals über Kopf den Neuwagenbestand verkauft und sei mit ca. 1,1 Miliionen Euro abgetaucht. Einer der Verdächtigen, bei dem die Bilder möglicherweise lagerten, arbeitete hier. Zusammen mit einem Bekannten gab er die Bilder gegen "Lösegeld" an einen Frankfurter Rechtsanwalt, der von der Londoner Tate-Galerie mit der Rückführung beauftragt war.

Die verschiedenen Webseiten von Starmotors sind noch bei Denic zu finden. Inhalte können keine mehr abgerufen werden. Aber in diversen Autoangebotsseiten sind noch Fahrzeugangebote zu finden. Und die Geschäftsräume in Erlensee sehen aus, als ob morgen wieder jemand zur Arbeit käme.

Die ganze Geschichte scheint unglaublich. Es würde mich wundern, wenn nicht schon längst um die Filmrechte gekämpft würde. Schliesslich erschien eine Vorausgeschichte zur Reportage im Magazin der Süddeutschen Zeitung. Dann kommt sicher bald eine deutsche Gaunerkomödie in die Kinos. Und die spielt in Bruchköbel und Erlensee, dem "wilden Osten" von Frankfurt (Zitat Film). Vielleicht erfahren wir dann im Kino die Lösung.

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