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Keine Teilnahme am Lamboyfest mehr

Jahreshauptversammlung des Hanauer Kulturvereins setzt Eckpunkte -
Hanau. Im Zentrum der Jahreshauptversammlung des Hanauer Kulturvereins standen die Vorstandswahlen. Im wesentlichen bleibt der bisherige Vorstand mit Joerg Eyfferth als Vorsitzenden und Maria Dorn als stellvertretende Vorsitzende erhalten. Die Kasse wird weiter von Joachim Schulmerich betreut und als Beisitzer fungieren Claudia Jäger, Jürgen Daniek, Liliana Herzig und Annette Schulmerich. Angesichts des Erfolgsberichtes aus dem Vorjahr wurde der Vorstand einstimmig entlastet und erhielt auch das Vertrauen für die Weiterarbeit.

Der Hanauer Kulturverein wird sich in diesem Jahr erstmals nicht am Lamboyfest beteiligen. Es ist über die Jahre immer schwieriger geworden, auf Grund der steigenden Kosten, einen Überschuss zu erwirtschaften. Die Einführung der Kaufbecher hat nun den Ausschlag gegeben, nicht an dem Fest teilzunehmen, da es von den Mitgliedern als kultureller Stilbruch empfunden wird, Rotwein oder auch Apfelwein aus solchen Plastikbechern zu trinken.
Es besteht durchaus Verständnis dafür, dass es die Vorgaben des Rettungsschirms notwendig machen, dass jeder Verein in dieser Stadt Einbußen hinnehmen muss. Allerdings besteht kein Verständnis dafür, dass der Ludwig Emil Grimm Preis, gerade installiert, wieder gänzlich abgeschafft werden soll. Diese Entscheidung sollte, nach Meinung der Mitglieder, noch mal überdacht werden.  Ebenso wurde beklagt, dass es zwar eine zentral großartig angelegte Stadtbibliothek geben wird, aber in Großauheim der niederschwellige Zugang zu Lese- und Bildungsstoff verwehrt wird. Sind nicht eingeschränkte Öffnungszeiten denkbar?
Für die kommende Legislaturperiode des Vorstandes wurde dann noch ein ziemliches Paket geschnürt. Nach dem Motto: „Wir schonen uns nicht und arbeiten aktiv weiter!“
Das Galerieprogramm in der Remise steht in diesem Jahr ganz besonders im Zeichen des künstlerischen Nachwuchses. Neben jungen Künstlerinnen wie Katharina Reschke und Juliane Kilb, die jeweils in einer Einzelausstellung präsentierte werden, sind demnächst Schülerinnen und Schüler der Eugen-Kaiser-Schule zu sehen, sowie im Herbst wieder Studentinnen und Studenten der Zeichenakademie.
Erstmalig wird es eine kleine Musikreihe unter dem Titel: „Alles Sax – oder was?“ geben. Die Variationsbreite und die Kombinationsmöglichkeiten dieses hochemotionalen Instruments wird  an drei Freitag Abenden von Latin, Rock, Afro, Swing über Klassik bis zum Jazz zu hören sein. Zum Mitmachen laden Workshops zu Zeichnen, Malerei und Fotografie ein. Es wurden auch eine ganze Reihe von Lesungen ins Auge gefasst, dieses Programm ist aber noch nicht abschließend bearbeitet. Auch der Blick über den regionalen Rand wird wieder gewagt. So ist im Herbst erneut eine Fahrt ins Hanauer Land geplant.
Der Hanauer Kulturverein ist weiterhin ein sehr engagierter Verein, der es sehr ernst damit nimmt, sich in einem demokratischen Gemeinwesen aktiv zu beteiligen, wie es bereits im Grundsatzprogramm steht.
Obwohl es immer wieder schwierig ist alle Wünsche und Aktivitäten unter einen Hut zu bringen, gelingt es  immer wieder ein abwechslungsreiches und ansprechendes Programm auf die Beine zu stellen. Vorschläge wurden jedenfalls sehr vielfältig und zahlreich gemacht. (HKV)

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