Innenminister lehnt die Bezeichnung "Brüder-Grimm-Stadt" ab

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Bild: Ob Kaminsky mit einem ersten Rohentwurf für das "nichtamtliche" Stadtschild.

Hanau - In einem Schreiben vom 2. November hat der Hessische Innenminister Bouffier den Namenszusatz für die Stadt Hanau - Brüder-Grimm-Stadt - mit dem Hinweis abgelehnt, das der einzigartige Bezug fehle. Immerhin gäbe es mit Kassel, Marburg und Steinau weitere Städte, die in Hessen eng mit dem Leben der Brüder Grimm zusammenhängen. Zum Ende seines Schreibens regt der Innenminister allerdings an, "den Namen der Brüder Grimm mit dem Namen Ihrer Stadt "nichtamtlich" in Verbindung zu bringen.".

Oberbürgermeister Kaminsky hatte am Montag extra seinen Amtskollegen Walter Strauch aus Steinau eingeladen um gemeinsam gegen die aus seiner Sicht enttäuschende Entscheidung anzugehen. Für Claus Kaminsky hat in Wiesbaden der Amtsschimme besonders laut gewiehert. Kassel hat hat Namenszusatz "Documentastadt" und Marburg "Universitätsstadt", obwohl sie sicher nicht die einzige Universität hat. Auch wenn die Bürokratie diesmal so entschieden hat, wolle man diese Entscheidung so nicht hinnehmen und möchte in nächster Zeit mit kreativen Mitteln gegen diesen unerwünschten Bescheid aus Wiesbaden ankämpfen. Zunächst sei an eine Unterschriftenaktion gedacht. "Aber uns wird schon noch weiteres Einfallen", so Kaminsky.

{mosimage} Der Bürgermeister von Steinau, Walter Strauch, schloss sich OB Kaminsky an. Auch die Stadt Stenau hatte etwa zeitgleich mit Hanau einen Antrag auf die Zusatzbezeichnung "Grimm-Stadt" gestellt. Auch wenn noch kein endgültiger Bescheid gekommen sei, müsse man auch in Steinau, nach gewöhnlichen gut informierten Quellen, von einer Ablehnung ausgehen.

Kaminsky und sein Kollege Strauch aus Steinau betonten nicht gegeneinander oder gegen die anderen Grimm-Städte arbeiten zu wollen. Sie erläuterten vielmehr, derartige Aktivitäten nutzten allen Grimm-Städten und nicht zuletzt auch dem Land Hessen. Dies mache selbst viel zu wenig um die Popularität der Brüder Grimm für den Tourismus-Standort Hessen zu nutzen.

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