Karussell-Förderverein erhält Denkmalschutzpreis

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Archivbild: HanauOnline.de

Oberbürgermeister Kaminsky gratuliert zu der hohen Auszeichnung für vorbildliches Engagement 

Hanau. Der Förderverein für das Karussell im Staatspark Wilhelmsbad erhält am 6. November in Wiesbaden für sein ehrenamtliches Engagement den Hessischen Denkmalschutzpreis. "Der Verein verdient diese hohe Auszeichnung zu Recht", erklärt Oberbürgermeister Claus Kaminsky, "denn er hat in zwölf Jahren eine Spitzenleistung für das Karussell und Hanau erbracht."

Der Vorsitzende des Karussell-Fördervereins, Stefan Bahn, wird den Preis "Ehrenamt in der Denkmalpflege" mit Vertretern von drei weiteren Vereinen - Hessencourrier Kassel, Fördergemeinschaft Burgruine Wartenberg und Heimatvereinigung Staufenberg - auf Schloss Biebrich in Wiesbaden entgegennehmen. Mit diesem Preis würdigt das Landesamt für Denkmalpflege  "vorbildliches Engagement in der ehrenamtlichen Denkmalpflege". Claus Kaminsky freut sich, dass das Landesamt seine bereits vor zwei Jahren ausgesprochene Anregung aufgriffen hat, den Förderverein mit  dem Preis zu bedenken.

Vor zwölf Jahren wurde der Verein auf maßgebliche Initiative von Stefan Bahn gegründet. Ziel ist, das  232 Jahre alte Karussell mit seinen 16 Pferden und zwei Kutschen im Staatspark Wilhelmsbad zu sanieren und wieder instand zusetzen. Der Verein zählt rund 260 Mitglieder. Sie kommen überwiegend aus der Hanauer Bürgerschaft, aber auch aus anderen Regionen und aus dem Ausland, sogar aus Amerika und Australien.

Seit Jahren sind die Mitglieder auf vielen Festen in Hanau aktiv. Der Verein hat zahlreiche Veranstaltungen in Wilhelmsbad selbst initiiert und etabliert. Dazu zählen das Karussellfest, das Federweißenfest am Tag der deutschen Einheit und das zweitägige St. Martinsfest Anfang November. Durch den Verkauf von Geschenkartikeln mit Karussellmotiven und von Wein sowie durch Spendeneinnahmen gelang es, rund 490.000 Euro zu erwirtschaften. Das Stadtparlament folgte einem Vorschlag von Oberbürgermeister Claus Kaminsky, diese durch den Verein erwirtschaftete Summe  aus der Stadtkasse  zu verdoppeln. Damit war die Voraussetzung geschaffen, dass das Land Hessen, Eigentümerin des Karussells, im September 2010 mit den Renovierungsarbeiten beginnen konnte.

"Hinter diesen Zahlen stecken eine ungeheuer große Einsatzbereitschaft und Leidenschaft der Vereinsmitglieder und eine enorme Sympathiewelle der Hanauer Bürgerschaft", so Kaminsky. "Es ist das große Verdienst des Vereins, mit der Karussell-Initiative auch die entscheidenden Impulse  für die Sanierung des Staatsparks insgesamt gegeben zu haben", betont der Oberbürgermeister.

In den vergangenen Jahren hat das Land kräftig in Wilhelmsbad investiert. Dazu zählen die neuen Räumlichkeiten des Puppenmuseums sowie die vor wenigen Wochen erfolgte Übergabe der restaurierten Säle im Fürstenbau. (pshu)

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