Stadt Hanau und Main-Kinzig-Kreis werden Modellregion Integration

Neues Programm der Landesregierung fördert Integrationspolitik
Hanau - Oberbürgermeister Claus Kaminsky und Sozialdezernent Axel Weiss-Thiel haben allen Grund sich zu freuen, denn seit kurzem steht fest: Die Stadt Hanau gemeinsam mit dem Main-Kinzig-Kreis wird Modellregion Integration in Hessen. Damit gehören sie zu den sechs ausgewählten Städten und Landkreisen, die vom Hessischen Ministerium der Justiz, für Integration und Europa in das neu entwickelte Programm aufgenommen wurden. Insgesamt 17 Landkreise und kreisfreie Städte hatten sich an der Ausschreibung des Wettbewerbs der Landesregierung beteiligt.

„Wir fühlen uns sehr geehrt für dieses Programm ausgewählt worden zu sein. Diese Anerkennung gibt uns zusätzliche Motivation und  einen Schub für den im Sommer in der Stadt begonnenen Integrationsprozess“, kommentierte Kaminsky die Entscheidung des Ministeriums. „Als Oberzentrum der Region mit einem Ausländeranteil von 19,9 Prozent sind wir uns unserer Verantwortung für die Region bewusst.“ Auch Stadtrat Weiss-Thiel ist begeistert: „Wir leisten schon seit langen Jahren intensive interkulturelle Arbeit in der Stadt. So haben wir seit 23 Jahren einen Ausländerbeirat, betreiben Sprachförderung an Schulen und Kitas und haben in Stadtteilläden sowie Familien- und Jugendzentren unzählige Angebote für unsere ausländischen Mitbürgerinnen und Mitbürger parat. Mit Unterstützung des neuen Programms können wir unsere Aktivitäten jedoch deutlich ausbauen.“

Mit den ausgewählten Kommunen und Kreisen soll bis zum Jahr 2013 ein ganzheitliches Handlungskonzept entwickelt werden, das beispielgebend für andere sein kann. Die Hessische Landesregierung will mit allen Akteuren in den Modellregionen in einem gemeinschaftlichen Prozess die Grundlagen für eine zukunftsfähige Integrationspolitik legen. Damit eingeschlossen ist die Entwicklung gemeinsamer Leitbilder, vernetzter Strukturen und abgestimmter Maßnahmen. Mit insgesamt 1,2 Millionen Euro im Jahr werden die Aktivitäten der Kreise und Kommunen gefördert werden, verkündete der hessische Minister der Justiz, für Integration und Europa Jörg-Uwe Hahn. Die Regionen könnten Fördergelder – für Initiativen von der Sprachförderung bis hin zu interkulturellen Veranstaltungen beantragen, müssten die Landesmittel aber jeweils um eigene Mittel in der gleichen Höhe ergänzen. Hauptziel sei es, Zuwanderer besser einzugliedern. Mit Hilfe eines eigens eingerichteten „Kompetenzzentrum Integration“ soll gewährleistet werden, dass die in den Modellregionen gewonnenen Erkenntnisse auch an andere Kreise und Städte weitergegeben werden.

„Die Stadt Hanau hat in Abstimmung mit dem Ausländerbeirat das Thema Bildung in den Vordergrund der Maßnahmen gestellt“, erklärt Gabriele Schaar von Römer, Abteilungsleiterin für Umwelt und Integration.  Beispielsweise ist ein Qualifizierungsprojekt für Jugendliche namens „Zukunft gestalten lernen“ im Rahmen der Modellregion vorgesehen. „In Schülerfirmen und einem Ausbildungsrestaurant soll Jugendlichen die nötigen wirtschaftlichen und beruflichen Kenntnisse vermittelt werden, die ihnen den Einsteig auf dem Arbeitsmarkt erleichtern“, verdeutlicht Schaar von Römer. Des Weiteren soll ein Integrationsatlas auf der Internetseite der Stadt Hanau die Angebote von Akteuren innerhalb der Stadtverwaltung und in Hanau erfassen und einen nutzungsorientierten Überblick darstellen.

Als nächsten Schritt wird Hanau gemeinsam mit dem Main-Kinzig-Kreis und in enger Abstimmung mit dem Land Hessen einen Fahrplan für die weiteren Integrationsprozesse festlegen. Mit dem Partner Main-Kinzig-Kreis  als einwohnerstärkster Landkreis in Hessen mit Bürgerinnen und Bürgern aus 125 Nationen sieht sich die Stadt bestens aufgestellt. (pshu)

 

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