Günther weist CDU-Kritik gegen Gottwald zurück

Hanau - „Der CDU Hanau sind gleich mehrere Entgleisungen gegen Jens Gottwald vorzuwerfen.“ So hat Baugesellschaft-Chef Carl-Edward Günther auf die Kritik des CDU-Vorsitzenden Ludger Wösthoff an der Berufung seines Geschäftsführer-Kollegen Jens Gottwald reagiert. Was Wösthoff gegen Gottwald vorbringe, sei „Ehrabschneidend“ und stehe in Widerspruch zu einem Glückwunschschreiben des Stadtverordnetenvorstehers und Christdemokraten Jürgen Scheuermann.
Scheuermann hatte Gottwald wissen lassen, er denke, die Geschäftsführerposition bei der Baugesellschaft sei „genau das Richtige“ für ihn. Er wünschte ihm „viel Erfolg und ein glückliches Händchen“.

Eine Entgleisung sieht Günther darin, dass die CDU Hanau Gottwald „Kenntnisse des ‚Hanauer Milieus’“ unterstellt habe. Das sei von der Wortwahl her „in einer Weise zweideutig“, dass man ob dieser Äußerung nicht einfach zur Tagesordnung übergehen könne.

Was der CDU-Vorsitzende Ludger Wösthoff gegen Gottwald als seitherigen Geschäftsführer der Turngemeinde Hanau vortrage, sei „Ehr abschneidend gegenüber einem Macher, der einen ganz bedeutenden Beitrag für die Weiterentwicklung der größten Hanauer Vereins geleistet“ habe. Hiermit treffe die CDU im Grunde die Turngemeinde Hanau und die gesamte Sportbewegung in der Stadt gleich mit.

Er wundere sich über den „unglaubwürdigen Sinneswandel“ der Hanauer CDU, so Günther weiter. Da das Votum des Baugesellschaft-Aufsichtsrats für Gottwald einstimmig war, sei das Vorgehen von Wösthoff „absolut nicht nachvollziehbar“. – Der Aufsichtsrat bestätigte im Übrigen auch Geschäftsführer Günther für weitere fünf Jahre im Amt.  
     
Günther schätzt seinen neuen Geschäftsführer-Kollegen Gottwald als „Hanauer Netzwerker im besten Sinne des Wortes“. Gottwald könne der Baugesellschaft aufgrund seiner Kreativität und seines Durchsetzungsvermögens „helfen, die bevorstehenden gewaltigen Aufgaben professionell zu bewältigen“. Er freue sich aufrichtig auf die gute Zusammenarbeit und Arbeitsteilung mit ihm vom 1. Oktober 2008 an. Die CDU-Kritik an einer angeblich zu kostenintensiven zweiten Geschäftsführer-Position bei der Baugesellschaft sei  „nicht nachvollziehbar“, da die Christdemokraten die Berufung von Gottwalds Vorgänger auch nicht beanstandet hätten.
  
Günther hält der CDU vor, sie schade dem Ansehen des städtischen Wohnungsbauunternehmens, wenn sie von angeblicher mangelnder Marktfähigkeit spreche. Sie betreibe „Wahlkampf auf dem Rücken der Mieter und der Beschäftigten der Baugesellschaft“.

Mit einem Bestand von 5000 Wohnungen und wegen der neuen Herausforderungen des Städtebaus und der Konversion in Hanau brauche die Baugesellschaft eine erweiterte Führung. Daher sei die Position eines zweiten Geschäftsführers geschaffen worden. 

Die von der CDU ebenfalls aufgegriffenen Sonderabschreibungen seien dem Umstand geschuldet, dass die Baugesellschaft in den vergangenen Jahren „die kommunalpolitisch richtige Strategie verfolgt“ habe, ihren Wohnungsbestand nicht scheibchenweise zu verkaufen. Unter Maßgabe dieser unternehmerischen Strategie seien Sonderabschreibungen „nicht ungewöhnlich“. Die Baugesellschaft habe 2007 ein Bilanzvolumen von 145 Millionen Euro verzeichnet und ein aktives Vermögen von 130 Millionen Euro, Das Eigenkapital betrage 29 Millionen Euro. Somit sei die Baugesellschaft „pumperlgesund“. (Bau Hanau)

 

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