Klein-Krotzenburg. Bei der Sitzung des Kraftwerksforums Staudinger am Mittwoch, den 13. Juni, standen die Themen Brandschutz im Kohlekreislager und Installation der Weichenschmieranlage auf der Agenda. Im Jahr 2010 hatte sich die im Kohlekreislager eingelagerte Kohle stark erwärmt. Dabei kam es zu Geruchsbelästigungen. Damals wurden Sofortmaßnahmen ergriffen, wie beispielsweise eine permanente Temperaturüberwachung. Als Folgemaßnahme wurde das bestehende Brandschutzkonzept aus dem Jahr 2007 überprüft. Die Ergebnisse dieser Überprüfung stellte Andrea Henkes vom Regierungspräsidium Darmstadt aus dem Fachdezernat Immissionsschutz, Energie und Lärmschutz am Mittwoch im Forum vor. Zu Gast im Forum waren des Weiteren Alfons Zeller von der Arbeitsgruppe (AG) Bahnlärm und einige Anwohner.

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Kaminsky: Stadt wird Position auch bei Regierungsanhörung deutlich machen
Hanau - Bereits am 12. März dieses Jahres hat die Hanauer Stadtverordnetenversammlung beschlossen, dass der Ausbau des Kraftwerks Staudinger, sowohl der Neubau des Kohlelagers als auch der Neubau des Kraftwerkblocks 6, in der von E.ON vorgesehenen Form abgelehnt wird. Zu diesem aktuellen Thema gibt es ab auch ein Internetangebot auf der Homepage der Stadt Hanau (www.hanau.de ). Darin werden die aktuellen Ereignisse dargestellt und die Position der Brüder-Grimm-Stadt zum geplanten Ausbau verdeutlicht. Ferner können die in den Genehmigungsverfahren bereits abgegebenen Stellungnahmen der Stadt abgerufen werden.

Hanau - Für Samstag den 30. Juni hat die „Bürgerinitiative Staudinger – Klimaschutz statt E.ON Schmutz“ zu einer Demonstration gegen den geplanten Bau von Block 6 des E.ON-Kraftwerks Staudinger aufgerufen. „Die Folgen eines Ausbaus würden sich auch auf unseren Stadtteil massiv negativ auswirken, und dies müssen wir deutlich machen“ so Eberhard Hesse, Vorsitzender der SPD-Lamboy. Nach Ansicht des Vorstandes wird der Protest und die Ablehnung einer ganzen Region sehr vorteilhaft durch die Bürgerinitiative gebündelt. „Es ist außerordentlich wichtig, dass die Region mit einer Stimme spricht. “ so Eberhard Hesse.

Hanau - Einmütig ist das Votum des Vorstandes der SPD-Lamboy gegen die Erweiterungspläne am Kraftwerk Staudinger.  Der Bau muss gestoppt werden, auch um unkalkulierbare Risiken für den Stadtteil zu verhindern. In einer Vorstandssitzung zu diesem Thema war die Stimmung eindeutig. Immer mehr Fakten sprechen gegen den Ausbau und die Pläne des Kraftwerksbetreibers E.ON.

Informationsveranstaltung am Dienstag, 5. September, ab 19.30 Uhr
Hanau - Die Stadt Hanau und die E.ON Kraftwerke GmbH laden ein am Dienstag, 5. September, zu einer Informationsveranstaltung zur künftigen Entwicklung des Kraftwerks Staudinger. Vertreter der Stadt sowie interessierte Bürgerinnen und Bürger sollen an diesem Abend umfassend über den aktuellen Planungsstand zum Ausbau des Kraftwerks informiert werden. Teilnehmen werden neben Vertretern der EON Kraftwerke auch das Regierungspräsidium Darmstadt als Genehmigungsbehörde des Vorhabens.

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Das Kraftwerk im Abendschein
Grosskrotzenburg - Bis zum Ende dieses Jahres wird E.ON die Entscheidung treffen, ob in Grosskrotzenburg ein neuer Block 6 gebaut oder nicht. Sollte sich E.ON gegen diesen Neubau am Standort entscheiden, werden die Tage des Kraftwerks Staudinger wohl gezählt sein.  Kraftwerksleiter Kaufhold stellte am Dienstag auf einer Pressekonferenz die ersten Überlegungen zu einem Kraftwerkneubau vor.  Westlich des derzeitigen Standorts, Richtung Grossauheim, könnte bis zum Jahre 2012 ein neuer Block 6 entstehen.

{mosimage}Darmstadt/Großkrotzenburg (rp) - Die E.ON Kraftwerke GmbH in Hannover kann künftig in ihrem Kraftwerk Staudinger in Großkrotzenburg zu der Steinkohle auch Petrolkoks mit verbrennen. Das Darmstädter Regierungspräsidium hat dem Antrag des Unternehmens vom 8. November 2004 entsprochen und die für die Mitverbrennung erforderliche immissionsschutzrechtliche Genehmigung erteilt. Die Genehmigung beinhaltet auch eine Änderung der stofflichen Zusammensetzung des Klärschlammes, dessen Verbrennung bereits im Dezember 2003 genehmigt worden ist.

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