„Grüner Ring“: Tour durch Hanaus Idylle

logo-gruener-ring-300Hanau. Vorbei an netten Ausfluglokalen, kleinen Seen und an Tümpeln, durch grüne Waldstücke und blühende Wiesen - und vor allem an vielen Hinweistafeln für durchquerte Naturschutzgebiete.  Und das auf Wegen meist fernab befahrener Straßen. So offenbart sich das erste, knapp 20 Kilometer lange südmainische Teilstück des Grünen Rings um Hanau, das Radelnde und Wandernde am Sonntag offiziell in Betrieb genommen haben. Beginnend an der Mühlheimer Mainschleuse und endend an der Limesbrücke, folgten sie den neuen Wegehinweisen mit einem grünen Ring, die städtische Bedienstete angebracht hatten.


"Natur und Bewegung miteinander verbinden", so fasste Hanaus Stadtrat Axel Weiss-Thiel das Ziel des Grünen Rings anlässlich dessen Eröffnung zusammen. Die neue Rad- und Wanderroute auf bestehenden, nur neu miteinander verknüpften Wegen zeige, dass das Rhein-Main-Gebiet mehr zu bieten habe als Arbeitsplätze und Wohnstandorte.
Daniel Tybussek, Bürgermeister von Mühlheim, und Uwe Ringel, Stadtrat von Bruchköbel, bedankten sich seitens der Nachbarstädte für die gute interkommunale Zusammenarbeit, denn der Grüne Ring führt auch über deren Gemarkung. Tybusssek erinnerte daran, dass Hanau dem Naturschutzgebiet  Mühlheimer Steinbrüche bereits 3000 Mauereidechsen beschert habe, die wegen des Kinzigbogen-Baus hatten umgesiedelt werden müssen. Er beglückwünschte die Brüder-Grimm-Stadt zu "diesem tollen Projekt Grüner Ring".
Gabriele Schaar von Römer, Leiterin des Hanauer Umweltzentrums und Koordinatorin des städtischen Projekts Grüner Ring, stellte in ihrer Begrüßungsrede heraus, dass die Route zu Hanaus Naturschatz unterschiedliche Lebensräume wie Feuchtgebiete und Magerrasen miteinander verknüpfe. Sie kündigte Führungen des Umweltzentrums und der Nachbarstadt Mühlheim zu den durch den Grünen Ring verknüpften Naturschutzgebieten an.
Ebenso wie sie meinte Angelika Gunkel von der Hanauer Rathaus-Stabsstelle Umwelt/Agenda 21,  dass Urlaub und Freizeit nicht unbedingt in fernen Gefilden verbracht werden müssten,  wo Hanau so viel Naturschatz zu bieten habe.  Wandern und Radeln vor der Haustür diene dem Klimaschutz, insofern sei der Grüne Ring ein Baustein auf dem Weg zur grünen Stadt.
Noch in diesem Jahr soll der insgesamt rund 70 Kilometer lange Grüne Ring auch nordmainisch ausgeschildert sein. Zudem sind Hinweistafeln auf den Sinn des grünen Rings sowie auf den Wert der durchquerten Naturschutzgebiete zu erwarten.
Unter dem Titel "Grüner Ring - Rundgang zu den Naturschätzen vor unserer Haustür" bietet das Internet unter www.hanau.de umfangreiches Informationsmaterial über dieses Natur- und Bewegungsprojekt. (Stadt Hanau)

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