Kaminsky: Grimm-Kulturzentrum rückt näher

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Hanau - Hanaus Oberbürgermeister Claus Kaminsky ist „froh und dankbar“, dass der Magistrat in seiner jüngsten Sitzung die von ihm eingebrachte Vorlage verabschiedet hat, in der Stadt ein Brüder-Grimm-Kulturzentrum zu schaffen. Wenn die Stadtverordneten dem 23-seitigen Papier am 29. Januar 2007 zustimmen, kann die Ausschreibung einer Machbarkeits- und Konzeptstudie für das Kulturzentrum erfolgen. „Mit diesem Beschluss rücken wir dem Ziel entscheidend näher, das kulturelle Erbe von Jacob, Wilhelm und Ludwig Emil Grimm und damit der berühmtesten Söhne unserer Stadt nachhaltig zu würdigen“, so Kaminsky.

In der Vorlage sind die über ein Jahr in Bürgerforen, Gesprächen und Fachexkursionen gewonnenen Erkenntnisse in einem Zielkatalog zusammengetragen, die in Hanau  für das  Brüder-Grimm-Kulturzentrum als unabdingbar erachtet werden. Vor einigen Tagen hatte eine vom Magistrat berufene Expertenkommission mit ausgewiesenen Vertretern  Kultur treibender Vereine, der Stadtgestaltung, der Touristik, der Märchenfestspiele, der Gastronomie, des Einzelhandels und der Sparkasse das Regelwerk erarbeitet und sich einstimmig dafür ausgesprochen, es in die politischen Gremien der Brüder-Grimm-Stadt zur Beratung zu geben.

Kaminsky dankt der Kommission, „die mit ihrem Sachverstand eine immens wichtige Arbeit auf dem Weg zum Kulturzentrum geleistet hat“. Nach Vorliegen der Konzept- und Machbarkeitsstudie, die beschränkt an externe Fachleute ausgeschrieben wird, können Hanaus Bürger in speziellen Foren wieder Einfluss auf die weitere Planung nehmen. „Dabei können die erarbeiteten Inhalte und Voraussetzungen für ein Brüder-Grimm-Kulturzentrum breit diskutiert werden“, bietet der OB der Bürgerschaft an.

"Wir stellen uns dem Grimm’schen kulturellen Erbe in Hanau. Das Kulturzentrum ist die Chance zu einer neuen historischen Selbstvergewisserung für Hanau, die Region, ja ganz Hessen“, ist Kaminsky überzeugt. „Mit dem Kulturzentrum sollen sich unsere Bürgerinnen und Bürger sowie Gäste aus nah und fern über die kulturellen Leistungen der Grimms informieren. Das schafft für uns Hanauer Identität nach außen und innen.“

Kaminsky hatte die Idee eines Brüder-Grimm-Kulturzentrums im Mai 2005 erstmals öffentlich präsentiert. Der Fachbereich Kultur, die Hanau Marketing GmbH, Hochbauamt und Zentrale Verwaltung im Rathaus trugen Informationen über Hanauer Grimm-Bestände, mögliche Kooperationspartner, Standorte und Grundkonzeptionen für das Kulturzentrum zusammen.  Es folgten zwei gut besuchte Bürgerforen und die Gründung einer Expertenkommission, die bei einer Exkursion nach Hamburg, Bremen und Bremerhaven in verschiedenen Häusern wertvolle Erfahrungen für die weitere konzeptionelle Gestaltung des Kulturzentrums sammelte. (PSHU)

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